Glossar
A
Abschattung (auch Verschattung)
Eine Abschattung durch etwa Wolken oder Gegenstände (Kamine, Antennen oder Bäume) führt zu Ertragseinbußen einer Photovoltaik-Anlage und teilweise zu Schäden durch Hot Spots.
Abschreibung
Nach handelsrechtlichen Vorschriften berechneter Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der keine Auswirkung auf die Liquidität hat, der jedoch als Aufwendung zu einer Minderung des Jahresergebnisses führt (steuerlich: Absetzungen für Abnutzung ''AfA'').
Agio
Aufschlag oder Aufgeld auf den Beteiligungsbetrag, mit dem ein Teil der Vertriebskosten abgedeckt wird.
Das Agio wird in % angegeben.
Amorphe Solarzelle
Solarzelle aus amorphem Silizium. Herstellung erfolgt mit Hilfe der Dünnschicht-Technik.
Ampere (A)
Maßeinheit der elektrischen Stromstärke.
Aufständerung
Solarmodule werden mit unterschiedlichsten Techniken auf Flach- und Schrägdächern, Fassaden und Freiflächen installiert. Bei Freiflächenanlagen werden in der Regel aufgeständerte Anlagen installiert.
Auszahlung
Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Auszahlungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.
B
BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Veröffentlichung eines Beteiligungsangebotes ist gemäß Verkaufsprospektgesetz erst nach der Prüfung und Gestattung des jeweiligen Verkaufsprospektes durch die BaFin zulässig. Die BaFin prüft hierbei die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes; die Mindestangaben sind in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) definiert.
Beirat
Gremium aus drei bis fünf Beiräten, das die Interessen der Kapitalanleger vertritt und mehrheitlich von ihnen aufgestellt und gewählt wird. Unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung nicht im Tagesgeschäft, sondern in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik und berichtet den Anlegern.
Beitrittserklärung
Das Angebot, mit dem der Anleger der Treuhandkommanditistin den Abschluss des Treuhandvertrages oder der Fondsgesellschaft den Beitritt zur Kommanditgesellschaft anbietet.
Mit der Annahme des Angebotes wird der Anleger Treugeber bzw. Direktkommanditist.
C
Cashflow
Betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Überschuss der Umsatzerlöse über die laufenden Betriebsausgaben angibt. Dient als Hinweis über die finanzielle Sicherheit des Unternehmens.
D
Degradation
Degradation oder Alterung bezeichnet die Abnahme des Wirkungsgrades einer Solarzelle mit der Zeit. Solarzellen aus polykristallinem Silizium sind davon weniger betroffen als Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium. Bei amorphen Solarzellen tritt dieser Effekt hauptsächlich in den ersten 1.000 Betriebsstunden auf und lässt dann nach, bei polykristallinen Zellen verläuft der Effekt konstant über die gesamte Betriebslaufzeit.
Disagio
Vorweggenommene Zinsvorauszahlungen auf das Darlehen.
Diffuse Strahlung
Als diffuse Strahlung wird die Strahlung bezeichnet, die ohne definierte Richtung von der Sonne auf einen Beobachtungspunkt der Erdoberfläche trifft. Sie entsteht, wenn die Strahlung bei ihrer Ausbreitung auf ein Hindernis stößt, etwa Wolken oder Atmosphärenpartikel. Das Gegenteil der diffusen Strahlung ist die direkte Strahlung.
Direkte Strahlung
Als direkte Sonneneinstrahlung wird die Strahlung bezeichnet, die auf direktem Weg, also ohne Hindernis und daher mit dem kürzest möglichen Weg, die Erdoberfläche erreicht. Zur direkten Sonneneinstrahlung addiert sich die diffuse Strahlung. Das Gegenteil der direkten Strahlung ist die diffuse Strahlung.
Diversifikation
Risikostreuung; mit einer Streuung des Vermögens in verschiedene Anlageformen (Immobilien, Aktien, Anleihen, geschlossene Fonds, etc.) kann das Gesamtrisiko gemindert werden.
Dünnschicht-Technik
Als Dünnschicht-Technik wird die Herstellungstechnik dünner Solarzellen bezeichnet, die direkt auf ein kostengünstiges Trägermaterial wie etwa Glas, Plastik- oder Metallfolie abgeschieden werden. Vorteile der Dünnschicht-Technik sind Material- und Energieeinsparungen beim industriellen Herstellungsprozess, die Möglichkeit, großflächige Solarzellen zu produzieren und die einfache Dotierbarkeit. Der Nachteil von Dünnschicht-Solarzellen ist der gegenüber monokristallinen oder polykristallinen Solarzellen geringere Wirkungsgrad.
E
Eigenkapital
Das Kapital, das dem Unternehmen von seinen Eigentümern im Gegensatz zum Fremdkapital ohne zeitliche Begrenzung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestellt wird.
Emission
Allgemeine Bezeichnung für die Ausgabe von Anteilsscheinen.
Emissionsprospekt
Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung bezeichnet den festgelegten Vergütungssatz für die Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz. Hinsichtlich der Höhe und ggfs. Anpassung des Vergütungssatzes sind die jeweils gültigen Gesetze des Investitionslandes ausschlaggebend. In Deutschland ist dies das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Ergebniszuweisung
Zurechnung des steuerlichen Erfolges an den Gesellschafter entsprechend seinem gesellschaftsvertraglich vereinbarten Anteil am Erfolg der Gesellschaft.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Dieses Gesetz regelt die Abnahme und die Vergütung des ausschließlich aus Erneuerbaren Energien (Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Geothermie, Biomasseenergie) gewonnenen Stroms durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber) in Deutschland.
EStG
Einkommensteuergesetz
F
Fremdkapital
Teil der Finanzierung, der über Darlehen bereitgestellt wird. Das Fremdkapital ergibt zusammen mit dem Eigenkapital die zum Erwerb benötigten Finanzmittel.
Fungibilität
Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.
Finanz- und Investitionsplan
In dem Finanzplan wird unter „Mittelherkunft“ die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kapitaleinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt. In dem Investitionsplan wird unter „Mittelverwendung“ die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten dargestellt.
Fondsgesellschaft
Zusammenschluss vieler Einzelanleger zu einer Gesellschaft mit dem Ziel, gemeinsam eine oder mehrere Investitionen zu realisieren und die Erträge oder Steuervorteile daraus zu nutzen. Die Fondsgesellschaft wird in der Rechtsform einer KG (GmbH&Co. KG) strukturiert.
Fungibilität
Der Rechtsbegriff für die Handelbarkeit von Wertpapieren. Bei Beteiligungsgesellschaften gibt die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditeinlagen.
Fremdkapital
Alle Finanzierungsmittel, die als Kredite oder langfristige Darlehen von Kreditinstituten, Versicherungen, öffentlichen Stellen, privaten Dritten oder Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden.
G
Generalunternehmer
Bauunternehmer, der alle Leistungen zur Bauplanung und Bauleitung, die Lieferung der Komponenten sowie die Koordination aller Gewerke und die Überwachung der Bautätigkeit übernimmt.
Geschäftsführender Kommanditist
Der Kommanditist, der zur Führung der Geschäfte einer Kommanditgesellschaft beauftragt wurde und der dazu berechtigt ist.
Geschlossener Fonds
Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren.
Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, werden die Gesellschafter auch Kommanditisten genannt.
Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird oft im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.
Gesellschaftsvertrag
Vertrag, an den alle Gesellschafter einer Gesellschaft gebunden sind und nach dem sich die Rechtsbeziehungen der Gesellschafter im Innenverhältnis richten.
Der Gesellschaftervertrag dient als Grundlage für die Unternehmensziele, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.
Gewinnzuweisung
Jedem Anleger wird - entsprechend dem vertraglich vereinbarten Anteil vom Jahresergebnis des Fonds - der steuerliche Gewinn übertragen (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil, in der Regel in Höhe seines Anteils am Kommanditkapital).
Gleichstrom
Häufig auf Englisch mit "Direct Current" bzw. mit dem Kürzel "DC" bezeichnet. Gleichstrom ist ein elektrischer Strom, bei dem sich der Betrag und die Richtung nicht ändern. In der theoretischen Elektrotechnik wird nur zeitlich gleichbleibender Stromfluss als Gleichstrom bezeichnet. In der Praxis werden aber auch Mischströme mit größtenteils Gleichanteil als Gleichstrom bezeichnet, insbesondere, wenn die Schwankungen des Stroms für den Verbraucher nicht merkbar sind. Direkte Gleichstromquellen sind etwa Batterien, Akkus und photovoltaische Zellen (Solaranlagen).
Globalstrahlung
Unter Globalstrahlung versteht man die an der Erdoberfläche auf eine horizontale Fläche insgesamt eintreffende Sonnenstrahlung.
GmbH & Co. KG
Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementärin, d.h. als persönlich haftende Gesellschafterin allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.
Grundbuch
Das Register zur Verwaltung von Grundstücken mit den dazugehörigen Eigentumsverhältnissen (eingetr. in Abteilung I), Lasten und Beschränkungen (eingetr. in Abteilung II) und Grundpfandrechten (eingetr. In Abteilung III).
Gründungskommanditist
Wird ein Kommanditist genannt, der bei der Gründung einer Kommanditgesellschaft mitgewirkt hat.
GWh (Gigawattstunde)
Eine Gigawattstunde (GWh) ist eine Maßeinheit für Energieerzeugung und -verbrauch. Eine GWh entspricht 1.000 Megawattstunden (MWh) bzw. 1 Mio. Kilowattstunden (kWh).
H
Hafteinlage
Wird auch als Haftsumme bezeichnet. Der Betrag, mit dem ein Kommanditist im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Kommanditisten gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt. Hiervon zu unterscheiden ist die Pflichteinlage, d.h. die gesellschaftsrechtlich der Kommanditgesellschaft geschuldete Einlage (Beteiligungssumme). Die Gesellschafter des INP Fonds haften im Außenverhältnis nur in Höhe von 10% ihrer Einlage.
Halbleiter
Solarzellen bestehen aus verschiedenen Halbleitermaterialien wie z. B. Silizium. Halbleitermaterialien sind Stoffe, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden, während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Halbleitersolarzellen werden zur Energiegewinnung meist zu großen Solarmodulen verschaltet.
Handelsregister
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. Das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister nimmt bestimmte Vorgänge zur Eintragung vor, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergeben. Registriert werden die Kaufleute, die ein im Handelsgesetzbuch (HGB) genanntes Handelsgewerbe betreiben. In der Abteilung B (HR B) werden Kapitalgesellschaften (z.B. AG, GmbH) eingetragen, in der Abteilung A (HR A) werden natürliche Personen und Personengesellschaften eingetragen (z.B. KG/Kommanditgesellschaft oder GmbH&Co. KG oder OHG/offene Handelsgesellschaft).
Hinterlüftung
Die Hinterlüftung sorgt für eine Kühlung von Solarmodulen und somit für einen maximalen Wirkungsgrad.
Hot Spot
Ein Hot Spot entsteht bei der Abschattung eines Solarmoduls bzw. einer einzelnen Solarzelle.
Hypothekendarlehen
Langfristiges Darlehen, zu dessen Absicherung ein Grundpfandrecht (Grundschuld) im Grundbuch eingetragen wird. Das Hypothekendarlehen der Hypothekenbanken ist eine Form der Baufinanzierung, die sich durch einen für mehrere Jahre fest vereinbarten Zins auszeichnet.
I
IDW S4
Grundsätze zur ordnungsgemäßen Beurteilung von Beteiligungsprospekten, welche von dem Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) aufgestellt wurden. Dieser Standard ist nicht zwingend einzuhalten, erleichtert dem Anleger jedoch die Beurteilung eines Prospektes. Der neueste Standard IDW S4 bezieht sich auf Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich Plausibilität der Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken.
Indexmiete
Miete, die in bestimmten Intervallen entsprechend dem Lebenshaltungskostenindex für alle privaten Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland angepasst wird.
Inflation
Wertverlust der Kaufkraft einer Währung.
Initiator
Erstellt zusammen mit Beratern die Fondskonzeption und den Emissionsprospekt. Besorgt das Emissionskapital von Anlegern und Banken und übernimmt oft die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft.
Investitionsvolumen
Die Summe aller Investitionen des Fonds, inklusive aller dafür erforderlichen Kosten gemäß Finanz- und Investitionsplan.
Inselsystem
Ein Inselsystem ist ein Solarstromsystem, das zur Energieversorgung eines isoliert gelegenen Verbrauchers beiträgt, d.h. ohne an ein Netz gekoppelt zu sein. Der Strom wird folglich nicht ins Stromnetz eingespeist. Häufig findet man es in den Bergen oder in ländlichen Gegenden, die nicht an ein Stromnetz angeschlossen sind.
Interner Zinsfuß (IKV oder IRR)
IKV = Interne Kapital-Verzinsung bzw. IRR = Internal Rate of Return: Mathematisches Verfahren zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis nach der internen Zinsfußmethode ist nicht vergleichbar mit der Rendite festverzinslicher Anlageformen, ermöglicht aber den Vergleich zwischen verschiedenen geschlossenen Fonds.
K
Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Auszahlungen bzw. weitere Einlagen wieder.
Kommanditbeteiligung
Der Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditgesellschaft. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.
Kommanditgesellschaft (KG)
Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen haften (Komplementärin) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsregister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).
Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet.
Komplementärin
Vollhaftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist die Komplementärin eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.
Kontokorrentkredit
Mittel der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Ein Kontokorrentkredit entsteht, wenn ein Kontoinhaber auch dann noch in einem definierten Umfang über sein Konto verfügen kann, wenn das Guthaben zur Bezahlung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht.
kWh (Kilowattstunde)
Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Maßeinheit für Energieerzeugung und -verbrauch. Eine kWh entspricht 1.000 Wattstunden (Wh).
L
Leistungsbilanz
Für geschlossene Fonds werden in der Leistungsbilanz die prospektierten und die realisierten jährlichen und kumulierten Fondsergebnissen dargestellt.
Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).
Liquiditätsreserve
Geldmittelreserve der Beteiligungsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben.
Sie wird im Rahmen konservativer Angebote für geschlossenen Immobilienfonds stets in die Fondskonzeption und in die Prognoserechnung eingearbeitet. Ein Teil der laufenden Überschüsse aus dem Vermietungsgeschäft wird nicht an die Fondsgesellschafter ausgeschüttet, sondern als Sicherheit (Liquiditätsreserve) angelegt. Hieraus können in der Folge z.B. unvorhergesehene Instandhaltungen bestritten werden, ohne dass sich eine unmittelbare, negative Auswirkung auf die prognostizierten Ausschüttungen ergibt.
M
Mittelverwendungskontrolle
Sicherstellung der zweckgerechten Verwendung der von den Anlegern auf ein Treuhandkonto geleisteten Einlagen durch einen Wirtschaftsprüfer während der Investitionsphase des Fonds. Auskehr der Mittel an Dritte erst nach Erfüllung der im Mittelverwendungskontrollvertrag nach definierten Freigabekriterien.
Monokristallines Silizium
Als monokristallines Silizium wird Silizium bezeichnet, das in Form von Einkristallen vorliegt.
Multikristallines / polykristallines Silizium
Als polykristallines oder multikristallines Silizium wird Silizium bezeichnet, das aus kleinen zusammenhängenden Kristallen besteht, die einige Millimeter bis Zentimeter groß sind. Dadurch ist eine einfachere Herstellung als bei monokristallinem Silizium möglich.
MWh (Megawattstunde)
Eine Megawattstunde (MWh) ist eine Maßeinheit für Energieerzeugung und -verbrauch. Eine MWh entspricht 1.000 Kilowattstunden (kWh).
MWp (Megawatt Peak)
siehe Wp
N
Nachführung
Eine Nachführung ist ein spezielles Halterungssystem, durch das Solarmodule stets nach dem aktuellen Sonnenstand ausgerichtet werden. Somit fällt die Sonnenstrahlung senkrecht auf die Solarzelle.
Neigungswinkel
Winkel zwischen der Oberfläche eines Solarmoduls und der Horizontalen. Je nach Breitengrad des Aufstellungsortes einer Photovoltaik-Anlage gibt es verschiedene optimale Neigungswinkel.
Negatives steuerliches Ergebnis
Die steuerrechtliche Zurechnung von negativen steuerlichen Ergebnissen. Den Kapitalanlegern eines geschlossenen Fonds werden sowohl tatsächliche als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) zugewiesen. Durch negative steuerliche Ergebnisse kann der Anleger sein zu versteuerndes Einkommen und die darauf entfallende Einkommenssteuer verringern bzw. die Verluste auf zukünftige Einnahmen aus dem Fonds anrechnen.
Nennleistung
Die elektrische Leistung einer Photovoltaik-Anlage wird i. d. R. in Watt (W), Kilowatt (kW) oder Megawatt (MW) gemessen. Die maximale Nennleistung unter Standard Test Conditions (STC) wird auch Peakleistung bezeichnet.
P
Pachtvertrag
Dieser Vertrag regelt die monatliche Mietzahlung und im Gegenzug die Überlassung eines Grundstückes oder Gebäudes. Ein Pachtvertrag im Bereich der Sozialimmobilien wird üblicherweise über mindestens 20 Jahre abgeschlossen.
Patronatserklärung
Verpflichtung einer Konzern-Muttergesellschaft gegenüber Dritten, für die Verbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaft einzustehen.
Peakleistung
Gibt die Nennleistung eines Photovoltaik-Moduls im Punkt maximaler Leistung bei Standard Test Conditions (STC) an. Sie summiert sich für miteinander verschaltete Photovoltaik-Module.
Performance Ratio
Die Performance Ratio ist ein Bewertungskriterium u. a. für Photovoltaik-Anlagen, das unabhängig von der Ausrichtung der Solarstromanlage und der Globalstrahlung ist. Mit ihr lassen sich z. B. Photovoltaik-Anlagen an verschiedenen Standorten vergleichen. Als Performance Ratio wird das Verhältnis vom tatsächlichen Energieertrag der Anlage zum theoretisch möglichen Energieertrag bezeichnet. Es gibt an, wie die in Generatorebene eingestrahlte Energie ausgenutzt wird und ist somit ein Maß für die Qualität der gesamten Photovoltaik-Anlage.
Pflichteinlage
Die Einlage, die ein Gesellschafter aufgrund des Gesellschaftsvertrages an die Gesellschaft, an der er beteiligt ist, zu leisten hat.
Photovoltaik
Direkte Umwandlung von Licht in elektrischen Strom in einem Festkörper (Solarzelle).
Platzierungsgarantie/Schließungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Fondsgesellschaft, dass das Platzierungskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter evtl. Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernehmen.
Primärenergie
Energiemenge, die durch vorgelagerte Prozessketten bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des Energieträgers benötigt wird.
Private Partnership
Platzierung einer Unternehmensbeteiligung innerhalb eines kleinen Anlegerkreises.
Progressionsvorbehalt
Verfahren zur Berücksichtigung von nicht steuerpflichtigen Einkünften bei der Ermittlung des persönlichen Steuersatzes. Relevant insbesondere bei Auslandsfonds, deren Ergebnisse nur im Ausland versteuert werden. Dabei werden die zusätzlichen Einkünfte im Ausland zunächst zu den deutschen Einkünften eines Anlegers addiert und der Steuersatz errechnet, der auf diese Summe fällig wäre. Dieser Satz wird dann auf die deutschen Einkünfte angewendet. Die deutsche Steuer erhöht sich dadurch leicht. Ein negativer Progressionsvorbehalt, also die Berücksichtigung ausländischer Verluste bei der Ermittlung des persönlichen Steuersatzes, ist bisher nicht möglich.
Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält (gemäß IDW S4).
Publikumsfonds
Fonds, dessen Anteile von jedermann frei zugänglich erworben werden können.
R
Rendite
Es gibt vielfältige Methoden zur Errechnung der Rendite, die häufig nicht miteinander vergleichbar sind. Das finanzmathematische Ergebnis nach der Methode des ''internen Zinsfußes'' ermittelt die Rendite des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals. Die so ermittelte Verzinsung sollte nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein, da sie systematische Unschärfen aufweist.
Risikodiversifikation
Risikostreuung: Anlagerisiken werden verteilt, um die Chancen eines Totalverlustes zu reduzieren.
ROI (Return on Investment)
Kapitalrendite: Verhältnis von Gewinn zum gesamten investierten Kapital.
S
Sensitivitätsanalyse
Darstellung der Auswirkung von etwaigen, nicht planbaren oder beeinflussbaren zukünftigen Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf künftige Entwicklungen der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage (unterschiedliche Szenarien). Die Prognoseberechnungen im Prospekt beruhen auf geschlossenen Verträgen und auf Annahmen hinsichtlich verschiedener Einflussfaktoren. In der Sensitivitätsanalyse wird dargestellt, welche Auswirkungen etwaige heute nicht vorhersehbare oder beeinflussbare Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf die künftige Entwicklung der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage haben können.
Solarmodul
Ein Solarmodul wandelt Strahlungsenergie in elektrische Energie um. Wesentliche Bauelemente eines Solarmoduls sind dabei die Solarzellen. Kennzeichnend für ein Solarmodul sind die elektrischen Anschlusswerte. Diese sind von den einzelnen Solarzellen und deren Verschaltung innerhalb des Moduls abhängig. Das Solarmodul kann einzeln verwendet werden oder zu Gruppen verschaltet in einer Photovoltaik-Anlage betrieben werden.
Solarzelle
Eine Solarzelle besteht aus Halbleitermaterialien wie etwa Silizium, Galliumarsenid oder Germanium. Die meisten Solarzellen bestehen heutzutage aus Silizium. Solarzellen absorbieren das Sonnenlicht und wandeln es in Gleichstrom um. Dieser Prozess nennt sich photovoltaischer Effekt. Dabei setzt die Lichteinstrahlung im Halbleiter negative und positive Ladungsträger frei. Ein internes elektrisches Feld trennt dann die freigesetzten Ladungsträger. Dadurch kommt es zu einer elektrischen Spannung zwischen den Metallkontakten, die an der Oberfläche der Solarzellen angebracht sind. Sobald sich der äußere Kreis schließt, fließt ein elektrischer Gleichstrom.
Sozialimmobilie
Seniorenheim, Pflegezentren werden als Sozialimmobilien bezeichnet.
STC (Standard Test Conditions)
Umgebungs- und Einstrahlungsbedingungen, unter denen das Leistungs- und Stromverhalten von Photovoltaik-Modulen bestimmt wird. Bei einer senkrechten Einstrahlung von 1.000 W/m², einer Modul-Temperatur von 25° Celsius und einem Air Mass Index von 1,5 werden die elektrischen Daten von Solarmodulen bestimmt. Dabei bezeichnet das Air Mass die Luftmasse, die die Strahlungsstärke und die spektrale Zusammensetzung des Lichtes bestimmt, das auf der Erdoberfläche auftrifft.
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (z. B. KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart zugewiesen.
Steuerpflichtige Einkünfte
Als solche gelten die dem Anleger zuzurechnenden Anteile an dem steuerpflichtigen Überschuss der Gesellschaft. Bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Überschusses der Fondsgesellschaft werden die Werbungskosten (z.B. laufende Kosten, Zinsen, Abschreibungen) von den Einnahmen abgezogen.
Die steuerlichen Einkünfte sind nicht zu verwechseln mit dem Auszahlungsbetrag.
String
Mehrere in Reihe geschaltete Photovoltaik-Module.
Stromgestehungskosten
Kosten, die für die Energieumwandlung von einer anderen Energieform in elektrischen Strom notwendig sind.
T
Tilgung
Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt i.d.R. in viertel- oder halbjährlichen gleichförmigen Raten.
Tilgungsersatz/ Tilgungssurrogat
Ein abweichende Tilgungsmöglichkeit z.B.( Lebensversicherung) um somit die steuerliche Optimierung der Investition zu erwirken. Alternativ könnte man auch direkt in das Darlehen tilgen ( annuitätische Tilgung).
Transformator
Ist ein elektronisches Betriebsmittel, das vor allem dazu dient, eine elektrische Wechselspannung in eine andere Wechselspannung zu übersetzen.
Treuhandgesellschaft / Treuhänderin
Unternehmen, das treuhänderisch ''im Auftrag und für Rechnung'' eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist. Der Treuhandvertrag regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber. Nach Eintragung der Kommanditisten in das Handelsregister wird die Treuhandschaft in eine Verwaltungstreuhand umgewandelt.
Treuhandvertrag / Treuhand- und Verwaltungsvertrag
Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänderin (Treunehmer) und Anleger (Treugeber).
TWh (Terawattstunde)
Eine Terawattstunde (TWh) ist eine Maßeinheit für Energieerzeugung und -verbrauch. Eine TWh entspricht 1.000 Gigawattstunden (GWh) bzw. 1 Mio. Megawattstunden (MWh) bzw. 1 Mrd. Kilowattstunden (kWh).
V
Verkaufsprospekt
siehe Emissionsprospekt
Verkehrswert
Marktwert eines bebauten oder unbebauten Grundstücks an einem bestimmten Stichtag.
Verlängerungsoption
Das Recht einer Vertragspartei (z.B. eines Pächters), die Laufzeit eines Dauerschuldverhältnisses (z. B. eines Pachtvertrages) durch einseitige Erklärung einmalig oder mehrmals um bestimmte Zeiträume zu verlängern.
Verschattung
siehe Abschattung
Volt (V)
Maßeinheit für die elektrische Spannung, abgekürzt V. Das Volt ist nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt. Ein Volt ist die elektrische Spannung zwischen zwei Punkten eines Leiters, in dem bei einem Ampere ein Watt umgesetzt wird.
W
Wafer
Die kreisrunde oder quadratische, ca. 1 mm dicke Scheibe, die das Substrat (Grundplatte) darstellt, auf dem elektronische Bauelemente, vor allem integrierte Schaltkreise (IC, "Chip") oder mikromechanische Bauelemente oder photoelektrische Beschichtungen durch verschiedene technische Verfahren hergestellt werden.
Watt (W)
Einheit für die Leistung, nach James Watt benannt. 1 Watt ist die Arbeit 1 Joule (J) pro 1 Sekunde (s).
Wechselkurs
Das Umtauschverhältnis zweier unterschiedlicher Währungen.
Wechselrichter
Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Dadurch kann die aus Sonnenenergie erzeugte elektrische Energie von elektrischen Endverbrauchern mit 230 Volt Wechselspannung genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Wechselstrom
Häufig auf Englisch mit "Alternating Current" bzw. mit dem Kürzel "AC" bezeichnet. Als Wechselstrom wird der Strom bezeichnet, dessen Polarität ständig wechselt. Im deutschen Stromnetz fließt etwa ein Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz (Hertz), d.h. er nimmt in einer Sekunde 50 Mal einen negativen bzw. einen positiven Wert an. Wechselstrom wird durch einen Generator oder Wechselrichter erzeugt.
Wertsteigerungspotenzial
Bei Immobilien ergibt sich in der Regel im Zeitverlauf u. a. durch Pachtsteigerungen eine entsprechende Werterhöhung, da sich der Kaufpreis bei Sozialimmobilien regelmäßig nach dem Ertragswert bestimmt.
Wirkungsgrad
Als Modulwirkungsgrad wird das Verhältnis der abgegebenen Energie zur eingestrahlten Energie, bezogen auf die Modulfläche, bezeichnet. Die Wirkungsgrade marktüblicher Photovoltaik-Module liegen zwischen 6 und 9% bei Dünnschichtmodulen und bei monokristallinen Modulen zwischen 14 und 18%. Für die Gesamtbetrachtung einer Photovoltaik-Anlage müssen zusätzlich noch die Verluste des Wechselrichters mit einbezogen werden.
Wp (Watt peak)
Die Maßeinheit "Watt peak" bezeichnet die Nennleistung von Solarmodulen und -anlagen (auch kWp = Kilowatt peak oder MWp = Megawatt peak). Die Nennleistung wird unter Standard-Testbedingungen ermittelt, die dem Alltagsbetrieb nicht direkt entsprechen. Bei der Messung wird gemessen, welche Leistung ein Solarmodul mit einer Temperatur von 25°C bei einem kurzzeitigen Lichtblitz mit 1.000 Watt je Quadratmeter abgibt.
Z
Zinsbindung / Zinsfestschreibung
Festschreibung der Zinsen eines Darlehens für einen bestimmten Zeitraum.
Zwischenfinanzierung
Dient zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel oder bis zur Einwerbung des Eigenkapitals.
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